Infrastruktur
Arbeitsplätze im sozialen Bereich
Kirchberg als neue Heimat
Anstelle von Industrie waren bisher soziale Dienstleistungsunternehmen die bedeutendsten Arbeitgeber für die 4.450 Einwohner: Seit 1952 ist ein Senioren- und Pflegeheim der Evangelischen Heimstiftung Stuttgart mit 180 Plätzen und 95 Beschäftigten im Schloss untergebracht. In der Ortschaft Weckelweiler hat sich die anthroposophische „Sozialtherapeutische Lebens- und Arbeitsgemeinschaft“ für 158 behinderte Erwachsene niedergelassen. Das DRK-Erholungsheim „Adelheidstift“ für Familien mit schwerbehinderten Kindern und die Schloß-Schule Kirchberg, ein privates Gymnasium mit Internat für 320 Schüler, sind weitere bedeutende Arbeitgeber aus dem sozialen Bereich. Daneben bieten mittlere Unternehmen für Häute- und Fellverarbeitung, Hoch- und Kläranlagenbau, Lasertechnik, sowie verschiedene Handwerksbetriebe und ein neuer Rasthof an der Autobahn Erwerbsmöglichkeiten.
Leben in der Altstadt
Auch die Altstadt lebt und beherbergt zwischen Wohnhäusern, Metzger, Bäcker, zwei Friseure, zwei Töpfereien, einen Bastelladen, Rathaus und Pfarrhaus, ein Antiquitätengeschäft, eine Buchhandlung, die Stadtbücherei, einen Naturkost-Laden, Cafés, einige Gasthäuser und ein Kino mit Kneipe.
Viele Menschen fanden in Kirchberg Arbeit und eine neue Heimat: Ungarndeutsche, die nach dem zweiten Weltkrieg in die Stadt kamen, ehemalige DDR-Bürger und schließlich Übersiedler aus der früheren Sowjetunion, die immerhin zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen. Dass sich Menschen in Kirchberg wohlfühlen, beweisen Zuzüge und die starke Nachfrage nach Bauplätzen am Hauptort und in den bei der Kreisreform von 1972 bis 1975 eingemeindeten Teilorten Gaggstatt, Hornberg und Lendsiedel.
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