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haus der geschichte

Das Haus der Geschichte BW beschäftigt sich mit der Geschichte von Baden, Württemberg und Hohenzollern seit 1800.

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Zeitgeschichte

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Teilorte

Zeugen aus vergangener Zeit

Mittelalterliche Dorfkirche

Jugendstilkirche Gaggstatt

Auch die Teilorte, die noch landwirtschaftlich geprägt sind, aber auch schon stark von Pendlern und ihren Familien bewohnt werden, besitzen Zeugnisse ihrer langen Geschichte.

Gaggstatt ist stolz auf seine 1904 an der Stelle einer mittelalterlichen Dorfkirche erbaute Jugendstilkirche. Die wehrhafte Urpfarrkirche von Lendsiedel birgt romanische Reste im Turm. Hornberg liegt noch heute als verträumter Burgflecken vor dem im Kern staufischen Schloss.

Im Stadtteil Lobenhausen erinnert die romanische Burgkapelle aus dem 11. Jahrhundert an die abgegangene Veste eines Hochadelgeschlechtes.

Nikolauskirche

Nikolauskirche Mistlau

Und Mistlau mit seinem freskengeschmückten spätmittelalterlichen Dorfkirchlein beeindruckt durch seine reizvolle Lage im unter Naturschutz stehenden Jagsttal und inspiriert Künstler, die hier wohnen - den Maler und Grafiker Eberhard Stein, den Skulpteur Edgar Gutbub und das Töpfer-Ehepaar Fitzlaff.

 

 

Eichenau: Ein Dorf im Jagsttal

Die Oberamtsbeschreibung von 1847 beschreibt Eichenau als Weiler mit 122 evangelischen Einwohnern im Jagsttal, eine viertel Stunde von Lendsiedel (und Kirchberg) an der Vicinalstraße von Kirchberg nach Langenburg gelegen. Er sei ein weitläufig bebauter, freundlicher und reinlich gehaltener Ort mit drei Mahl- und zwei Schneidemühlen. Eichenau liegt am linken Jagstufer; die Siedlung ist durch den Straßenverlauf bestimmt.

Die Bevölkerungszahl war bis zum 2. Weltkrieg nahe zu unverändert, stieg bis 1950 auf 145 Einwohner und sank dann ab auf derzeit noch 51 Einwohner in 22 Haushalten. Die Landwirtschaft ging, wie in fast allen hohenlohischen Dörfern, zurück. Der Ort wandelt sich zur Wohngemeinde. Die Mühlen sind noch vorhanden. Die Untermühle (Gaismühle) ist noch als Sägemühle in Betrieb und erzeugt auch Strom, bis ca. 1930 über Wasserräder und jetzt durch Turbinen. Auch die Mittelmühle wird als Sägemühle betrieben und erzeugt Strom. In der Obermühle wird nur noch Strom erzeugt. Sie hat bis 1957 Kirchberg, Lendsiedel und Eichenau mit Strom versorgt bevor dies an das EWB überging. Es gibt Ansätze von Fremdenverkehr, z. B. malte schon 1900 Paul Hey dort das Jagsttal und die Obermühle.

Im 14. und 15. Jahrhundert waren in Eichenau die Hornberg, Kirchberg, Crailsheim und die Streckfuß neben Hohenlohe begütert; auch Ansbach hatte 1450 dort 2 Untertanen und Rothenburg besaß im 15. Jahr-hundert gewisse Rechte. Nach manchen Besitzwechseln waren schließlich ab 1660 alle Rechte in der Hand von Hohenlohe-Kirchberg. Von nun an teilt der Ort mit Kirchberg alle Schicksale, stellt die Oberamtsbeschreibung von 1847 fest.

Mit den drei Mühlen, die bereits 1430 erwähnt werden, waren später Sägewerke und Gerbereibetriebe verbunden. Die Müller beteiligen sich 1525 maßgeblich am Bauernkrieg. Die Dorfordnung stammt von 1669.

Das dominierende Bauwerk im Ort ist die steinerne Jagstbrücke, die sich mit fünf Bögen über den Fluss schwingt.

Als im Jahre 1759 der damalige Reichsgraf Karl August von Hohenlohe-Kirchberg die Wegverhältnisse in seinem kleinen Territorium verbessern wollte, entstand der Plan dort eine Brücke über die Jagst zu bauen. Der erste Voranschlag von Zimmermann Nikolaus Hubmann aus Kirchberg ging von einer einfachen Brücke mit geradem Balkenbelag aus für die man 52 Eichenstämme und 70 Weichholzstämme benötigt hätte, dazu noch Lohnkosten von 75 Gulden. Der Graf wünschte aber wegen der besseren Haltbarkeit eine steinerne Brücke.

Jagstbrücke Eichenau

Im Jahr 1766 entschloss sich die Landesherrschaft, die in Zwischenzeit in den Fürstenstand erhoben worden war, einen steinernen Brückenbau durch den Lobenhäuser Maurer Michael Meyer für 1626 Gulden errichten zu lassen. Am 10. Juni 1767 wurde der Grundstein gelegt und am 23. Februar 1768 der Rechnungsabschluss gemacht. Die Brücke kostete letztendlich 1860 Gulden. Damit waren die Verkehrsverhältnisse nach Langenburg unter Fürst Christian Friedrich Karl wesentlich verbessert. Die Brücke tat bis 1945 ihren Dienst. Am Kriegsende wurde sie teilweise gesprengt und 1952 in ihrer früheren Gestalt, jedoch talseits verbreitert, wieder aufgebaut.

Im Jahr 2000 führte der Wasserverband Obere Jagst in Eichenau Hochwasserschutz-maßnahmen durch. Die Ufermauer wurde erhöht, das gegenüberliegende Jagstufer abgesenkt und der Durchfluss durch die Brücke verbessert. Eichenau hat seit dem, samt der dortigen Landesstraße, einen effektiven Hochwasserschutz.

Bild in Eichenau ein Dorf im Jagstta

In den Jahren 2005/2006 erhielt Eichenau eine Ortskanalisation mit Anschluss an die Kläranlage in Kirchberg. Die Wasserleitung wurde gleichzeitig erneuert und die Ortsdurchfahrt der L 1041 mit Gehwegen ausgebaut. Der Heppach erhielt wieder eine Ufermauer.

Damit hat Eichenau die selben zeitgemäßen Lebensbedingungen wie die anderen Ortschaften von Kirchberg und kann sich als ländlich geprägter Ort im idyllischen Jagsttal weiterentwickeln.

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