Gemeinde Dogern

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Teilorte in verkehrsgünstiger Lage

Lendsiedel

Stephanuskirche Lendsiedel

Lendsiedel liegt ca. 1,5 km westlich von Kirchberg und hat mit seinen Teilorten Dörrmenz, Diembot, Weckelweiler, Eichenau, Herboldshausen und Kleinallmerspann ca. 1.200 Einwohner.

Dorfprägend ist die Kirche St. Stephanus, eine ehemalige Wehrkirche (um 1200) mit befestigtem Kirchhof und Friedhof. 1511 wurde das Kirchenschiff von den Herren von Vellberg neu erbaut, der Turmbau mit seinen Schießscharten ist romanisch. Besonders sehenswert ist die Barockorgel von 1701, die älteste in Württemberg mit Original-Pfeifenwerk aus der Erbauungszeit.

Gaggstatt

Jugendstilkirche Gaggstatt

Gaggstatt liegt ca. 2,5 km nordöstlich von Kirchberg und hat mit seinen Teilorten Lobenhausen und Mistlau ca. 600 Einwohner. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gaggstatt im Jahre 1357.

Gaggstatt wird überragt von der schönsten Jugendstilkirche Süddeutschlands, die 1904 anstelle eines spätgotischen Baues von Architekt Theodor Fischer erbaut wurde. Das neben der Kirche stehende Pfarrhaus war die Geburtsstätte des vom russischen Zaren geadelten Sprachforschers August Ludwig von Schlözer.

Mistlau & Lobenhausen

In Mistlau ist die Nikolauskirche mit ihren wertvollen Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus sehenswert.

In Lobenhausen lädt die Burgkapelle zur Besichtigung ein, die zwischen Resten der im Bauernkrieg teilweise zerstörten Burg an rauhe Zeiten erinnert.

Gegenüber Kirchberg auf der Bergnase über Esbach- und Jagsttal liegt.

Hornberg

Zu Hornberg mit seinen ca. 200 Einwohnern gehört auch die Bebauung im Tal entlang des Esbaches von der Hammerschmiede bis zur Mühle an der Jagst. Zur gleichen Zeit wie Kirchberg erhielt Hornberg 1373 Stadtrechte, die allerdings nicht ausgeübt wurden. Bis 1972 war Hornberg eine selbständige Gemeinde.

Eichenau: Ein Dorf im Jagsttal

Die Oberamtsbeschreibung von 1847 beschreibt Eichenau als Weiler mit 122 evangelischen Einwohnern im Jagsttal, eine viertel Stunde von Lendsiedel (und Kirchberg) an der Vicinalstraße von Kirchberg nach Langenburg gelegen. Er sei ein weitläufig bebauter, freundlicher und reinlich gehaltener Ort mit drei Mahl- und zwei Schneidemühlen. Eichenau liegt am linken Jagstufer; die Siedlung ist durch den Straßenverlauf bestimmt.

Die Bevölkerungszahl war bis zum 2. Weltkrieg nahe zu unverändert, stieg bis 1950 auf 145 Einwohner und sank dann ab auf derzeit noch 51 Einwohner in 22 Haushalten. Die Landwirtschaft ging, wie in fast allen hohenlohischen Dörfern, zurück. Der Ort wandelt sich zur Wohngemeinde. Die Mühlen sind noch vorhanden. Die Untermühle (Gaismühle) ist noch als Sägemühle in Betrieb und erzeugt auch Strom, bis ca. 1930 über Wasserräder und jetzt durch Turbinen. Auch die Mittelmühle wird als Sägemühle betrieben und erzeugt Strom. In der Obermühle wird nur noch Strom erzeugt. Sie hat bis 1957 Kirchberg, Lendsiedel und Eichenau mit Strom versorgt bevor dies an das EWB überging. Es gibt Ansätze von Fremdenverkehr, z. B. malte schon 1900 Paul Hey dort das Jagsttal und die Obermühle.

Im 14. und 15. Jahrhundert waren in Eichenau die Hornberg, Kirchberg, Crailsheim und die Streckfuß neben Hohenlohe begütert; auch Ansbach hatte 1450 dort 2 Untertanen und Rothenburg besaß im 15. Jahr-hundert gewisse Rechte. Nach manchen Besitzwechseln waren schließlich ab 1660 alle Rechte in der Hand von Hohenlohe-Kirchberg. Von nun an teilt der Ort mit Kirchberg alle Schicksale, stellt die Oberamtsbeschreibung von 1847 fest.

Mit den drei Mühlen, die bereits 1430 erwähnt werden, waren später Sägewerke und Gerbereibetriebe verbunden. Die Müller beteiligen sich 1525 maßgeblich am Bauernkrieg. Die Dorfordnung stammt von 1669.

Das dominierende Bauwerk im Ort ist die steinerne Jagstbrücke, die sich mit fünf Bögen über den Fluss schwingt.

Als im Jahre 1759 der damalige Reichsgraf Karl August von Hohenlohe-Kirchberg die Wegverhältnisse in seinem kleinen Territorium verbessern wollte, entstand der Plan dort eine Brücke über die Jagst zu bauen. Der erste Voranschlag von Zimmermann Nikolaus Hubmann aus Kirchberg ging von einer einfachen Brücke mit geradem Balkenbelag aus für die man 52 Eichenstämme und 70 Weichholzstämme benötigt hätte, dazu noch Lohnkosten von 75 Gulden. Der Graf wünschte aber wegen der besseren Haltbarkeit eine steinerne Brücke.

Im Jahr 1766 entschloss sich die Landesherrschaft, die in Zwischenzeit in den Fürstenstand erhoben worden war, einen steinernen Brückenbau durch den Lobenhäuser Maurer Michael Meyer für 1626 Gulden errichten zu lassen. Am 10. Juni 1767 wurde der Grundstein gelegt und am 23. Februar 1768 der Rechnungsabschluss gemacht. Die Brücke kostete letztendlich 1860 Gulden. Damit waren die Verkehrsverhältnisse nach Langenburg unter Fürst Christian Friedrich Karl wesentlich verbessert. Die Brücke tat bis 1945 ihren Dienst. Am Kriegsende wurde sie teilweise gesprengt und 1952 in ihrer früheren Gestalt, jedoch talseits verbreitert, wieder aufgebaut.

Im Jahr 2000 führte der Wasserverband Obere Jagst in Eichenau Hochwasserschutz-maßnahmen durch. Die Ufermauer wurde erhöht, das gegenüberliegende Jagstufer abgesenkt und der Durchfluss durch die Brücke verbessert. Eichenau hat seit dem, samt der dortigen Landesstraße, einen effektiven Hochwasserschutz.

In den Jahren 2005/2006 erhielt Eichenau eine Ortskanalisation mit Anschluss an die Kläranlage in Kirchberg. Die Wasserleitung wurde gleichzeitig erneuert und die Ortsdurchfahrt der L 1041 mit Gehwegen ausgebaut. Der Heppach erhielt wieder eine Ufermauer.

Damit hat Eichenau die selben zeitgemäßen Lebensbedingungen wie die anderen Ortschaften von Kirchberg und kann sich als ländlich geprägter Ort im idyllischen Jagsttal weiterentwickeln.

Bahnverbindungen & Flughäfen

Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in:

  • Ilshofen-Eckartshausen (7 km)
  • Rot am See (8 km)
  • Crailsheim (12 km)

Busverbindungen zwischen den Bahnhöfen und Kirchberg/Jagst
Fahrplanauskünfte der Deutschen Bundesbahn

Die nächsten Flughäfen mit Flugauskünften:

Nürnberg
Stuttgart
Frankfurt
München

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