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Aktuelles

Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 in Kirchberg/Jagst

Auch dieses Jahr beteiligt sich die Stadt Kirchberg am bundesweit durchgeführten „Tag des offenen Denkmals“. Es ist eine gemeinsame Aktion der zuständigen Ministerien der Bundesländer, der Landesdenkmäler, der Landesarchäologen, der kommunalen Spitzenverbände und zahlreicher weiterer Vereinigungen sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Programm in Kirchberg:

Ev. Stadtkirche Kirchberg mit Fürstengruft

An Stelle einer kleineren Kirche von 1610, die noch innerhalb der Stadtmauer stand, wurde 1730/31 eine größere Kirche gebaut. Die Stadtmauer auf der Süd- und Westseite wurde als Außenmauer verwendet; das Innere  im Haller Barockstil und als „Markgräfler Wand“ hergestellt. Der ehemalige Wehrturm wurde Kirchturm. - 2 mal vernichtete ein Blitzschlag die Spitze, deshalb wurde sie schließlich ohne Haube wieder aufgeführt. In der grimmig kalten Nacht vom 20./21. Februar 1929 brach im damaligen Fürstenstuhl auf bis heute ungeklärte Weise Feuer aus und zerstörte die Kirche bis auf die Umfassungsmauern. Noch im selben Jahr begann man den Kirchenraum wieder aufzubauen. Das Innere bekam aber im Gegensatz zu den barocken Außenmauern durch den Architekten Weigle aus Stuttgart eine neuzeitliche Gestaltung im damals aktuellen Art-Deco-Stil. Der Kirchenraum wird dominiert durch einen überlebensgroßen aus Ton gebrannten Kruzifixus von dem Bildhauer Fehrle aus Schwäbisch Gmünd. In Anlehnung an den Stil der vorigen Kirche wurden Altar, Kanzel und Orgel wieder übereinander angebracht.

Am Tag des offenen Denkmals ist auch die Gruft der Angehörigen des Fürstenhauses Hohenlohe-Kirchberg zu besichtigen, die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
Führungen durchgehend von 11 – 18 Uhr, im 20 Minutentakt

Führung auf den Sophienberg

Der Sophienberg ist die Schöpfung des Kirchberger Fürsten Christian Friedrich Karl. 1783 entstand die englische Parkanlage auf dem bis dahin so genannten „Altenberg“. Kirchberg ist die einzige der ehemals hohenlohischen Residenzen, die gleichzeitig drei fürstliche Parkanlagen besitzt: den Hofgarten, den „Neuen Weg“ und den „Sophienberg“. Die Gartenanlage „Sophienberg“ wurde zu einer unabhängigen Einheit, die weder mit dem Schloss noch mit dem Hofgarten zusammenhing, im Gegensatz zu den meisten Parkanlagen der damaligen Zeit. Heute sieht man dort noch Reste dieses über 200 Jahre alten Landschaftsparks, der jedoch in den nächsten Jahren eine Wiederbelebung erfahren soll.
Treffpunkt: Wohnmobilstellplatz in der Hohenloher Straße
Führung um 15.00 Uhr durch Frau Grete Gonser

Schloss-Geschichte - Architektur und Kunst

Wichtig ist das Kulturerbe zur Förderung eines gemeinsamen Identitätsgefühls für die Gestaltung der Zukunft Europas. Dabei ist das zu bewahrende Erbe nicht exklusiv europäisch, sondern muss als ein allen Menschen gemeinsames kulturelles Erbe betrachtet werden. In der Abfolge der europäischen Stilepochen wird die Baukunst des 16. Jahrhunderts als Renaissance bezeichnet. Italien war das Geburtsland einer neuen Epoche abendländischer Kultur. Die reichsstädtische Veste Kirchberg wurde von 1590 bis 1597 zum Renaissanceschloss umgebaut. Die prächtigen Rittersaal-Deckengemälde von 1683 zeigten schon eine neue europäische Barockarchitektur. Erbprinz Carl August ging 1725 auf „Kavalierstour“ nach Paris, einem europäischen Kunstzentrum von Weltrang. Carl August lernte bei seinem Parisaufenthalt die barocke französische Architektur kenne. Als Graf ließ er 1737 das Kirchberger Renaissanceschloss im Stile einer europäischen Barockarchitektur umgestalten und erweitern.
Wie sich auch die europäische Kunst um Schloss Kirchberg entwickelte, zeigt Schlossführer Alfred Albrecht am „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September.
Treffpunkt: Am historischen Wachhaus am Schlosseingang
Führung um 14.00 Uhr und 15.00 Uhr durch Herrn Alfred Albrecht

Alle Veranstaltungen am Tag des offenen Denkmals kosten keinen Eintritt – Spenden sind willkommen.

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